S7 Boot

Aufbau eines Rennbootes der Klasse S7

Autor: Daniel Koller


Beschreibung des Aufbaus von einem Mono S7 Rennbootes. Diese Klasse wird in den Regeln "Mono S7" auf der Internetseite des SMC Goldach beschrieben. (http://www.smc-goldach.ch)

Material

 

Mein Rennboot baut auf der "Baracuda" auf, eine Rennbootschale von Hopf. Doch sind auch alle anderen käuflichen Mono1 Schalen geeignet.

 

Eine Auflistung der benötigten Teile zum Aufbau.

Rennbootschale

Hopf Baracuda (Länge 500mm / Breite 130mm)

Elektromotor

Speed 600 Race 7,2V

Fahrtregler

SchulzeRegler slim-55beq

Welle

Länge ca. 270mm / Durchmesser 4mm, Kugellager

Akku

7 x GP3300

Ruder und Turnfinne

 

Es werden noch ein Empfänger und ein Servo für die Fernsteuerung benötigt. Dazu kommen diverse Kleinteile wie Kabel, Goldstecker, Entstörsatz etc...

Vorbereitung

 

Zuerst habe ich die Rumpfschale etwas genauer begutachtet. Da kommen dann schon mal diverse kleinere Lunker in der Gelcoatschicht zum Vorschein. Diese werden vor dem lackieren mit Autospachtel aufgefüllt und verschliffen. Sonst sieht der dreistufige Rumpf gut aus. Genug Platz für alle Komponenten ist vorhanden und die grosse Deckelöffnung erleichtert den Einbau der Komponenten sehr. Ich beginne immer mit dem verstärken des Rumpfes an den kritischen Stellen. Das ist sicher der Heckbereich und die Stelle wo der Motorträger eingeklebt wird. Das Heck und auch einen Teil des Bodens habe ich mit 1-2 Lagen 160gr. Glasfasermatte laminiert. Im gleichen Arbeitsgang habe ich mir noch Halterungen für Servo, Akku und Empfänger angefertigt.

Planung

Jetzt komme ich zur Planung der Positionierung der Komponenten. Für diesen Rumpf ist der Einbau eines Flutkanals nicht notwendig, da der Rumpf nicht allzu breit, dafür aber relativ hoch ist. Mit Einbau der Akkus auf der linken Seite in Fahrtrichtung gesehen dreht das Boot nach einem Ueberschlag auch ohne Flutkanal wieder in Normallage. Einbau der Welle mittig ohne Seitenzug oder Versatz. Der Akku (4+3 Zellen Inline verlötet) auf der linken Seite. Servo hinten rechts und davor der Empfänger. Der Fahrtregler habe ich links neben dem Motor eingeplant. Und der Motor wird vor die erste Stufe möglichst tief eingebaut, damit der Wellenaustrittswinkel so klein als möglich wird.


Einbau Antrieb

 

Als nächstes habe ich das Loch für die Welle in 8mm Höhe in den Heckspant gebohrt. Die Motortragerplatte aus einer 2mm Kohlefaserplatte ausgesägt, Motorbefestigungslöcher gebohrt und zusammen mit Motor und Welle in die Rumpfschale eingeleimt. Dieser Schritt muss sehr sorgfältig ausgeführt werden. Die Flucht zwischen Welle und Motor sollte genau stimmen. Sonst sind Vibrationen im Antrieb vorprogrammiert. Meine Welle ist so eingebaut, dass der Abstand vom Heck bis Anfangs Gewinde 54mm beträgt. Dieser Wert sollte so zwischen 45-55mm sein, kommt aber auch noch auf den Winkel an mit der die Welle eingebaut ist. Der zweite wichtige Wert ist der 1.5-2mm Abstand, wenn der Rumpf auf einer glatten Fläche aufliegt, zwischen der Fläche und dem M4-Gewinde.

Kühlung

 

Die Kühlung des Motors habe ich folgendermassen gelöst. Für eine Kühlschlange um den Motor habe ich zuwenig Platz weil ich den Motor so tief wie nur möglich positioniert habe. Deshalb habe ich zwei Messingröhrchen auf den Weicheisenmantel aufgelötet und alles, mittels Silikonschlauch, mit dem Ein- und Auslass der Wasserkühlung verbunden.

Ruder

 

Das Ruder wird von hinten gesehen so 30-35mm nach rechts aus der Mitte verschoben angebracht. Das seitlich versetzte Ruder begünstigt das Fahren von Rechtskurven. Das ist bei den Rennen, wo im Uhrzeigersinn gefahren wird, erwünscht. Die Turnfinne wird ganz rechts angebaut. Diese optimiert das Fahrverhalten noch zusätzlich. Ich begrenze den Auschlag des Ruders mittels meiner Fernsteuerung. Nach links nur 40% des Servoweges und nach rechts ca. 60-70%, so kann ich den Kurvenradius auf den Rennkurs abstimmen.

Die vorgefertigten Teile wie Servohaltewinkel, Akku- und Empfängerbefestigung klebe ich mit Stabilit Express ein. Jetzt fehlt noch die schraubbare Antenne und der Notaus. Zu beachten beim Einbau der Antenne. Das Antennenkabel vom Empfänger möglichst nicht in der Nähe von Motor und Regler verlegen. Sonst kann es zu Empfangsstörungen kommen. Der Motor wird aus dem gleichen Grund mit drei Kondensatoren entstört. Für den Notausschalter bohre ich zwei Löcher in den Heckspant und klebe zwei Goldbuchsen ein.


Funktionstest

 

Zunächst werden alle Komponenten provisorisch eingepasst, die Kabel angelötet, Akku angeschlossen und ein Funktionstest durchgeführt. Wenn soweit alles in Ordnung ist wieder alles ausgebaut und man kann sich Gedanken über die farbliche Gestaltung des Bootes machen. Okay, alles abgeklebt, die mehrfarbige Lackierung nimmt Gestalt. Ein S7 im KATANA-Look entsteht.

Ob sich meine Aufteilung und Gewichtsverteilung auch im Fahrtest bewährt muss sich erweisen doch momentan ist der Teich leider komplett vereist.