Condor-9

 

Baubericht:


 

Beschreibung des Originals:
Hochgeschwindigkeits-Katamaran-Fähren zur Beförderung von Personen und Pkws sind ein Schiffstyp der in den letzten Jahren zunehmende Verbreitung gefunden hat. Die Condor-9 ist ein Wellendurchschneidender Katamaran, gebaut von der Aluminium Shipbuilders Ltd. in Großbritannien, stationiert in Weymouth. Diese Fähre ist ausschließlich für den Personentransport vorgesehen und kann 450 Passagiere befördern. Vier Dieselmotoren mit einer Leistung von je 1690 kW beschleunigen das Schiff über Wasserstrahlantriebe (Jet) auf eine Geschwindigkeit von 35 Kn (65 km/h).

 

Beschreibung des Modells:
Das Modell der Condor-9 wurde von Graupner nach Entwurfs-Unterlagen der Reederei CONDOR im Massstab 1:45
vorbildähnlich konstruiert.
Das Modell besteht aus einem Rumpf und Schwimmer-Unterteil, einem Deck und Schwimmer-Oberteil und dem Aufbau aus tiefgezogenem und CNC-bearbeitetem ABS-Kunststoff. Das Modell ist mit 2 Jet-Antrieben ausgerüstet, mit denen sehr präzise gesteuert werden kann. Die Rückwärtsfahrt erfolgt durch Umkehrvorrichtungen, ohne Umpolung der Motoren. Die Sonderfunktionen wurden nach eigenem Ermessen eingebaut. Auf ein Soundmodell habe ich verzichtet.



Technische Daten des Modells:

 

Schiffsart: Arbeitsschiff

Schiffstyp: Katamaran-Fähre

Schiffsname: Condor-9

Hersteller: Graupner

Massstab: 1:45

Länge 1080 mm

Breite 410 mm

Höhe 600 mm

Verdrängung 5800 g

 

Baujahr: 2003/2004

Bauzeit: 6 Monate

Motor: 2x Speed 700BB Turbo

Antrieb: 2 Jet-Antriebe



Akku: 2x 9.6 Volt=19.2 Volt für den Antrieb und 1x 6 Volt für Empfänger und Sonderfunktionen

 

Baumaterial: ABS, Holz, Metall

 

Sonderfunktionen: Radar, Positionslampen, Scheinwerfer, Topplicht

 


 

Wie kam ich zur Condor-9:
Im Fernsehen sah ich einen Bericht über die Expo 02. Eine für die Expo gebaute "IRIS-Katamaranfähre" fährt vorbei. Die Schiffsbauart sowie der schöne Wasserstrahl gefällt mir. Ein solches Modell muss ich haben!

 

IRIS-Katamaranfähre "New York"


 

Gleich suchte ich im Internet und in Modellbaukatalogen nach einem ähnlichem Schiff als Modellbaukasten.
Im Graupnerkatalog fand ich die "Condor-9".
Bei Graupner habe ich erfahren, dass dieses Modell nicht mehr produziert wird und nur noch einzelne Exemplare erhältlich sind. Gleich suchte ich im Internet und fand den Baukasten bei "Hobbyshop Hässig" in Wohlen als Aktion. Sofort reservierte ich den Baukasten mit Beschlagsatz, 2 Jet-Antriebe "3-Booster", 2 Steuerdüsen mit Umkehrvorichtung und 2 Elektromotoren "Speed 700BB Turbo". Am Freitagabend holte ich per Zug die bestellten Teile ab.

Modellbaukasten "Graupner"

Baubeschrieb des Modells:
Schon bald wurde die Schachtel ausgepackt und die Teile ausgelegt.

eine Menge Einzelteile

Das Material für den Schiffsständer lag dem Baukasten bei. Das vordere und hintere Stützbrett musste aus zwei dünnen Sperrholzbrettchen zusammen geleimt werden. Sinnvoll wäre ein dickeres Sperrholz zu verwenden. Nach dem fertigen Zusammenbau wurde auf die Kanten zum Schutz des Rumpfes Filzunterlagen geklebt.
Beim Rumpfunterteil wurden nun der Vorder- und Mittelspant eingeklebt. Im Heck der Schwimmer links und rechts wurden die Stevenrohrhalterung und die Motorstützen angepasst und eingeklebt. Nach der Trocknungszeit wurde in der Badewanne alles auf Dichtheit überprüft. Zu diesem Zeitpunkt war alles wasserdicht. Das ist besonders wichtig, da nach dem verkleben des Deck-Oberteils zu diesen Klebestellen kein Zugang mehr möglich ist. Anschliessend die Servo einbauen und die Steuerstangen für Lenkung und Betätigung für die Umkehrvorrichtung einpassen und verkleben.


Servoplatte und Motorhalterung zum Einbauen
mit Jetansaugrohre und Ausstossdüsen (schwarz).

 


eingeklebte Jetansaugrohre mit Motorenhalterungen

 


Jetausstossdüsen

 


Rumpfhinterteil von unten mit Jetansaugöffnungen und
angeschraubten Jetantrieben

 

Ansicht Jetantriebe von hinten

 


Eingebaute und verkabelte Antriebseinheiten
mit Lenkservo und Servo für Schubumkehrvorrichtung.


 

Nun wird das Deck-Oberteil an den Rumpfunterteil angepasst und die Abschlusseinlagen am Schiffvorderteil eingepasst. Das verzugsfreie zusammenkleben dieser Teile ist eine besonders heikle Arbeit und braucht viel Geduld. Die Klebefugen müssen gespachtelt und verschliffen werden. Anschliessend werden die Teile für den Decksaufbau angepasst zusammen geleimt.



 


 



 

Rumpfunterteil und Deck-Oberteil verklebt und Deckaufbau zusammengebaut bereit zum lackieren

 

Fertige Teile lackieren und Dekorbilder anbringen.
Mast zusammenbauen, Positionslampen befestigen und verdrahten.
Zwei Radarantennen herstellen und Antriebswelle nach unten führen.



 


 





 


 


 



 

Nun werden die verschiedene Details wie Arbeitsboot, Brücke, Heckkräne, Relinge, Ankerwinde angefertigt, lackiert und montiert. Abschliessend die Fertigteile am Modell befestigen.



 


 



 

Fertige Condor-9, allerdings noch ohne die zwei Heckkräne

 

Verschiedene Detailansichten:




 


Reling

 


Heckkran

 


Arbeitsboot

 


Arbeitsboot und Brücke

 


Kajüteneingang

 


seitlicher Motorendeckel

 


Mast mit 2 Radar

 


Reling, Arbeitskräne

 


Bug: Ankerwinde und Kreuzpoller

 


Condor-9 vor der Wassertaufe mit Transportkiste

 


Condor-9 auf der Probefahrt

 




 


 


Michael Egli